V838 im Sternbild: 'Einhorn' (Monocerotis).
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Die Vorträge können den Wünschen und Bedürfnissen des Publikums entsprechend in unterschiedlichen Komplexitätsgraden und in mehr oder weniger multimedialer Form gehalten werden.
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Zum Artikel: Meditation über die Pfaueninsel - Berlins Arkadien. bitte hier klicken.
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Zum Artikel: Arkadien, der Traum von der Harmonie, von der wahrhaften Auflösung des Widerstreites. bitte hier klicken.
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Zum Artikel: Realistische Dialektik und das Problem einer Verwirklichung der Philosophie. "Das, was ist, kann nicht wahr sein". bitte hier klicken.
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Zum Artikel: Der Wille zur Macht als Zeitgeist. bitte hier klicken.
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Zur Vortragsliste gegebenenfalls bitte hier klicken.
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Die Bilder können durch Anklicken vergrössert werden.
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Vortragsliste:
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1.) Weltmacht am Scheideweg? Hoffnungen, Möglichkeiten und Grenzen der US-amerikanischen Politik.
2.) 'Anschlussprobleme' der "Wiedervereinigung". Rückblicke und Vorblicke, Widersprüche und Klischees.
3.) Globalisierung ohne Kontroll- und Steuerungsmechanismen. Weltweiter Konkurrenzkampf oder "The Clash of Civilizations" ('Zusammenprall der Kulturkreise', "Kampf der Kulturen")?
4.) Ökonomie und Ökologie - Chancen und 'Unumgänglichkeiten' der Globalisierung. „Savoir pour prévoir, prévoir pour pouvoir“ ("Wissen, um vorherzusehen, vorhersehen, um 'handlungsfähig' zu sein").
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5.) "Kurs auf den Eisberg. Die Verantwortung des Einzelnen". Assoziationen der Emissionen - Dissoziationen der Produktionen. Umrisse der aktuellen Zivilisationskrise.
6.) Was ist das - die Philosophie? Ihre Zeit in Gedanken erfasst? Ist die philosophische Orientierung der Menschheit lediglich 'introvertierte Gedankenarchitektur' oder von unüberschätzbarer gesellschaftlicher Bedeutung?
7.) Politik und Philosophie: „Das, was ist, kann nicht wahr sein“. "Im Medium der Technik verschmelzen Kultur, Politik und Wirtschaft zu einem allgegenwärtigen System ... Technologische Rationalität ist zu politischer Rationalität geworden".
8.) Fundamental gegensätzliche und trotzdem parallele philosophische Sichtweisen auf die gegenwärtige technisch-industrielle Welt.
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9.) ’Biomacht’, Verkehrs-, Medien- und Informationsflut in der digitalen Gesellschaft. Wohin führt uns die Technologie?
10.) Wirklichkeit und der 'Weltraumtraum'. Ökologie und Kosmologie. Versuch einer Skizze zu aktuellen physikalischen und astronomischen Grundfragen und Entwicklungen.
11.) Sein und Schein. Überlebensstrategien, Lebensstile, Assoziationen, Konkurrenzen, "Schäume" oder Träume?
12.) "Der Mensch spielt": Kampf-, Sport-, Musik-, Schau-, Kunst-, Garten- und Lebensspiele.
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13.) Kubismus, Schwarzes Quadrat, Fundstücke, Soziale Plastik, aktive Kunstvermittlung. Die Kunst des 20. Jahrhunderts als Versuch einer 'Verwirklichung der Freiheit' ?
14.) Mozart meets Pink Floyd. Musik als 'Seinserfahrung', als menschliche Geistesgestalt - als Ausdrucksversuch 'kosmischer Prinzipien'. "Methode ist Rhythmus ... Die Algeber ist die Poesie".
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1.) Weltmacht am Scheideweg? Hoffnungen, Möglichkeiten und Grenzen der US-amerikanischen Politik.
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Die Wahl von Barack Obama hat in den USA und weltweit grosse Hoffnungen erweckt. Dennoch wird Obama es sehr schwer haben, auch nur einige seiner Nahziele (z. B. den partiellen Rückzug aus dem nahen Osten oder die Einrichtung eines vernünftigen Bildungs- und Gesundheitssystems und eine ökologische, global-überlebensnotwendige 'Wende') politisch durchzusetzen. Die sich augenblicklich äusserst gefährlich zuspitzende weltpolitische Lage und die gegenwärtige ökonomische und ökologische Krise sind kontraproduktiv gegenüber einer Realisierung seiner anspruchsvollen Ziele. Die frühzeitige Verleihung des Friedensnobelpreises könnte eventuell seine Position etwas stärken. Wir bräuchten insbesondere die USA und China konsequent auf der Seite der 'ökologischen Vernunft'. Da viele Probleme nur global lösbar sind, müssten (im Gegensatz zu den letzten Jahren) die Positionen der internationalen Initiativen und Institutionen drastisch gesteigert werden - z. B. die der UNO. Zumindest verbal sind sich inzwischen fast alle politischen Fraktionen einig, dass es gilt, politisches Terrain gegenüber übermächtigen ökonomischen Einflussnahmen zurückzugewinnen. Die von Barack Obama in Aussicht gestellte 'ökologische Wende' ist für unsere zivilisatorische Problematik äusserst relevant. Sie ist (auch allein aus naturwissenschaftlicher Sicht) von kaum zu überschätzender Bedeutung, denn nicht nur die USA, sondern wir alle, stehen heute an einem dringenden 'epochalen Entscheidungspunkt' - in einer akuten 'Zivilisationskrise'.
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2.) 'Anschlussprobleme' der "Wiedervereinigung". Rückblicke und Vorblicke, Widersprüche und Klischees.
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Es war leider nicht wirklich eine 'Vereinigung' - eher ein 'Anschluss'. Daraus folgten viele politisch-ökonomische, soziale und ebenso lebensgeschichtliche, individuelle ’Anschlussprobleme’. Versuch über einige kritisch-philosophische und politisch-ökonomische Rückblicke und Vorblicke. Bald wird sich noch intensiver verdeutlichen, dass in den grossen Medien und auch in weiten Teilen der Wissenschaft wieder keine realistische, kritische und selbstkritische Aufarbeitung einer geschichtlichen Epoche stattfand. Denn das dialektische Zusammenspiel von West und Ost wird fast immer weit unterschätzt. Die 'pseudosozialistischen' Ostblockstaaten waren wirklich - und fühlten sich noch mehr - ideologisch, technologisch, ökonomisch und militärisch eingekreist. Auch dies verhinderte 'in Wirklichkeit' massiv die Durchsetzungsfähigkeiten der reformerischen Kräfte in diesen Staaten. Die Existenz der Ostblockstaaten verhinderte andererseits die Durchsetzung eines 'Turbo-Kapitalismus' im Westen. Durch die Ignoranz dieser im Grunde offensichtlichen Zusammenhänge finden keine kritischen Versuche einer um 'Objektivität' ('intersubjektiv') bemühten Reflexion statt. Dies schadet uns allen sehr, weil nur ernsthafte und seriöse Reflexionen über unsere Geschichte und ihre gegenwärtigen Auswirkungen realistische und erfolgversprechende zukünftige Gestaltungschancen ermöglichten.
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3.) Globalisierung ohne Kontroll- und Steuerungsmechanismen. Weltweiter Konkurrenzkampf oder "The Clash of Civilizations" ('Zusammenprall der Kulturkreise', "Kampf der Kulturen")?
IWF (Internationaler Währungsfond), Hauptquartier.
______________________________________________________________ Sha halam Moschee.
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Wie lässt sich die heutige weltpolitische Situation verstehen? Als fortschreitende globale Kapitalisierung bei gleichzeitig anwachsenden oder sich wieder beruhigenden Kultur- und Religionskämpfen? Erleben wir weltweit oder in einzelnen 'Kulturkreisen' 'Re-Religiosifizierungen'? Der zum geflügelten Wort gewordene: "Kampf der Kulturen" ist eine reisserische und nicht sachgerechte Übersetzung, denn der Autor (Samuel Huntington) wies nicht auf Kämpfe zwischen unterschiedlichen Kulturen, sondern auf mögliche Zusammenstösse einiger weniger "Civilizations" (Kulturkreise). So wäre etwa Westeuropa und Nordamerika ein solcher Kuturkreis. Es wäre für uns günstig, wenn es uns gelänge, auch Südamerika etwas mehr in den 'westlichen' Kulturkreis zu integrieren. China und Japan sind zwei völlig unterschiedliche Kulturen - sie könnten aber in der Zukunft näher zusammenrücken und dann möglicherweise im Zusammenschluss mit noch anderen Staaten (z.B. mit Australien) so etwas wie einen 'fernöstlichen Kulturkreis' bilden. Auch die islamischen Staaten bestehen aus unterschiedlichsten Kulturen, könnten aber als ein Kulturkreis betrachtet werden. Wie liessen sich Zusammenstösse der Kulturkreise minimieren? 'Was sollen wir tun?' Sind in den weltweiten zunehmenden Konkurrenzsituationen die Zurückführungen der Sozialstaaten konsequent, politisch angemessen und ökonomisch realistisch? Die augenblickliche ökonomische Krise wurde von vielen unterschiedlichen Menschen, Wissenschaftlern und (teilweise auch sehr konservativen) Politikern und Ökonomen vorausgesagt. Viele Probleme und Widersprüche waren allzu offensichtlich, um sie (bei allem Wunschdenken) zu übersehen. Wie könnten dringend gebotene (inzwischen fast von allen Seiten verbal geforderte) internationale, effektiv wirksame Kontroll- und Steuerungsmechanismen initialisiert, realisiert und durchgesetzt werden?
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4.) Ökonomie und Ökologie - Chancen und 'Unumgänglichkeiten' der Globalisierung. „Savoir pour prévoir, prévoir pour pouvoir“ ("Wissen, um vorherzusehen, vorhersehen, um 'handlungsfähig' zu sein").
Tschernobyl - Versuch einer Reinigung (1986).________:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::________World Trade Center 9/11/2001.
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Eine streng erfahrungswissenschaftliche, 'problemorientierte Philosophie' unserer Zeit versucht, an die 'wirklichen Tatsachen', die 'real ablaufenden Prozesse' in der Welt (so nah wie möglich) heranzukommen. Manchmal sind realwissenschaftliche Prognosen mit hohen - andere nur mit geringeren - Wahrscheinlichkeiten möglich. 1968 war der Einmarsch in die Tschechoslowakei als der 'Anfang vom Ende' des sogenannten 'real existierenden Sozialismus' erkennbar. Ebenfalls 1968 propagierte Robert Francis Kennedy die 'Unumgänglichkeit', den Vietnamkrieg sofort zu beenden. Mit dem Abzug der amerikanischen Truppen im Frühling 1973 fühlten sich alle bestätigt, die jahrelang gegen den Vietnamkrieg protestiert hatten. In den 80ziger Jahren wurde einigen der wenigen realistisch informierten und gleichzeitig einflussreichen Kreise in der Sowjetunion die Unmöglichkeit bewusst, den ökonomischen und militärischen Wettlauf gegen den 'Westen' weiter zu bestehen, so musste es (entgegen den Prognosen vieler im Westen, die nur an die nicht veränderbar erscheinenden neostalinistischen 'Betonstrukturen' glaubten) in der 'Wirklichkeit' bald zu einem tiefgreifenden Wandel kommen. 1986 wussten viele (bereits vor den eintreffenden 'Unfällen'), dass beim nächsten 'Challenger-Start' äusserste Gefahren bestanden und ebenso, wie extrem gefährlich insbesondere die Atomanlagen in Tschernobyl waren. In den 80ziger Jahren brodelte es in der DDR kulturell und politisch immens, und der bald bevorstehende totale ökonomische Zusammenbruch wurde immer unübersehbarer. Der Einbruch des 'neuen Marktes' im Jahre 2000 war (aufgrund seiner 'Überhitzung') höchstwahrscheinlich. Der ebenfalls im Jahre 2000 beginnende 'DAX-Absturz' war deshalb 'selbstverständlich'. Der gleichzeitig einsetzende 'Telecom-Absturz' war berechenbar. Er hat einigen 'Insidern', die etwas informiert waren, riesige Gewinne beschert und Millionen, die sich durch übertriebene Erwartungen und intensive Werbekampagnen täuschen liessen, riesige Verluste: sie verstiessen jedoch gegen eines der 'Börsengrundgesetze': 'kauf' niemals das, welches alle kaufen'. Im Sommer 2001 wiesen sehr viele 'Experten' darauf, dass ein massiver Angriff bevorstand. Er war ohnehin auf das World-Trade-Center bereits einmal geschehen und nochmals angekündigt, und ein nur kurzer Blick in die nahöstlichen Medien in der ersten Septemberwoche 2001 zeigte in aggressiv-aufgeregter Explosivität, dass der Zeitpunkt sehr nahe lag. Die fast ewige Totalüberschuldung der USA, und, dass Grundstückspreise (ohne Inflation) nicht unendlich steigen können, liess bei einigen sogar den Zeitpunkt des durch kleinste Erschütterungen auslösbaren und damit absehbaren 'Turbo-Kapitalmarkt-Zusammenbruches' zwischen Obamas Wahl und seinem Amtseintritt genau prognostizieren. Realgeschichte, Politik, Ökonomie und Ökologie hängen unumgänglich zusammen. Hier gibt es oft realistische wissenschaftliche Analysemöglichkeiten. So ist es - in Einzelfällen - bei sorgfältiger Beobachtung mit hohen Wahrscheinlichkeiten möglich, die Machbarkeits- und Marktchancen neuer guter Produkte, Strategien und Innovationen relativ konkret zu analysieren.
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5.) "Kurs auf den Eisberg. Die Verantwortung des Einzelnen". Assoziationen der Emissionen - Dissoziationen der Produktionen. Umrisse der aktuellen Zivilisationskrise.
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„Was können wir wissen? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen? Was ist der Mensch?“ - angesichts der aktuellen politisch-ökonomischen, ökologischen und zivilisatorischen Krise. Wir sind unzweifelhaft auf einem Kollisionskurs. Wir entdecken fast täglich neue komplexe und komplizierte ökologische Prozesse, in die wir teilweise manifest eingreifen. Deshalb passt das Modell eines Eisberges relativ gut, denn wir übersehen nur einen kleinen Teil des Objektes, mit dem wir zu kollidieren drohen - dasjenige, welches unterhalb unseres Sichtbereiches liegt, sehen wir bisher meist noch nicht. Seit mehr als 40 Jahren wurde oftmals polemisch darüber diskutiert, ob die vom Menschen verursachten klimatischen Veränderungen wirklich katastrophale Auswirkungen haben. Heute ist sich die überwiegende Mehrzahl der Wissenschaftler einig. Die Anzeichen sind unübersehbar geworden. Was liegt aber unterhalb der Wasseroberfläche? Der Klimawandel verläuft nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft mit fatalen, sich selbst verstärkenden Prozessen. Z. B. führt die bisherige Klimaerwärmung zum Auftauen der Permafrostböden in Alaska, Kanada, Grönland und Sibirien. Dadurch kommt es zum Ausgasen von Methan, welches einen 25 mal stärkeren Treibhauseffekt hat als Kohlendioxid. Es gibt noch viele andere Prozesse, die zur verstärkten Anreicherung von Methan in der Atmosphäre führen. Ein anderes Beispiel sind die möglichen biologischen Folgen des Klimawandels. Heute hat die Zunahme des Anteils an Kohlendioxid in der Luft pro Jahr die gleiche Grösse wie die mit der Evolution des Lebens eng verzahnte Abnahme des atmosphärischen Kohlendioxidgehaltes in 180.000 Jahren (vor der Industrialisierung). Eine um den Faktor 180.000 beschleunigte ’Evolution in umgekehrter Richtung’ bevorzugt höchstwahrscheinlich Lebewesen mit schneller Mutation und Reproduktion, die sich schnell an veränderte Bedingungen anpassen können - also vor allem niedere Lebensformen: Viren, Bakterien, Insekten etc. Ist es ‚fünf vor zwölf' oder bereits zu spät? Wie ist ’überleben’, ’leben’ und mehr ’Verwirklichung von Freiheit’ möglich?
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6.) Was ist das - die Philosophie? Ihre Zeit in Gedanken erfasst? Ist die philosophische Orientierung der Menschheit lediglich 'introvertierte Gedankenarchitektur' oder von unüberschätzbarer gesellschaftlicher Bedeutung?
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Philosophie ist immer situationsbezogen: „Gedanke ihrer Zeit“ oder „Geist der Zeit“. Ungewollt oder gewollt, unbewusst oder bewusst, traumhaft oder dokumentarisch, immer ist die Philosophie ein mehr oder weniger wahrer Ausdruck, eine mehr oder weniger verzerrte oder realistische Spiegelung ihrer Zeit. "Was das Individuum betrifft, so ist ohnehin ein jedes ein Sohn seiner Zeit; so ist auch die Philosophie ihre Zeit in Gedanken erfaßt". Jede Philosophie reflektiert immer auch ihre Gegenwart: auch eine im Elfenbeinturm angesiedelte 'introvertierte Gedankenarchitektonik, die hinter dem Mond lebt, den die extrovertierten Techniker in beschlag nehmen'. Philosophie ist immer Legitimierung und Unterstützung oder Selbstkritik und Kritik des Bestehenden; oftmals beides zugleich. Unsere Erde scheint, auf den ersten Blick, riesig zu sein, aber sie ist im unvorstellbar unendlichen Meer des Universums ein 'subatomar' winziges 'Schiffchen', auf dem wir alle gemeinsam leben. Eine ’problemorientierte Philosophie’ ist mit dem ‚Bau eines Schiffes auf offenem Meer’ vergleichbar. Heute sind durchaus viele (Hunderte Millionen) Menschen an der 'wahrhaften Auflösung des Widerstreites' interessiert und engagiert, kreativ, konstruktiv und wohlwollend an unserem 'Schiffchen' tätig, aber: Milliarden entfernen, teils bewusst und teils unbewusst, grossenteils notgedrungen, unten im Rumpf Planken, um sie an Deck zu verhökern. Was ist heute? Befinden wir uns wirklich am 'Abgrund einer Weltkatastrophe' oder ist ein 'Aufbruch in ein menschlicheres Jahrtausend' möglich oder notwendig und gegenwärtig in irgendeiner Form rational denk- und realisierbar?
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7.) Politik und Philosophie: „Das, was ist, kann nicht wahr sein“. "Im Medium der Technik verschmelzen Kultur, Politik und Wirtschaft zu einem allgegenwärtigen System ... Technologische Rationalität ist zu politischer Rationalität geworden".
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Versuch einer Einleitung in Teile der 'Kritischen Philosophie unserer Zeit': Kant, Hegel, Marx, Adorno, Horkheimer, Marcuse und die Nachfolger: Vorläufer eines kritischen Gegenwartsdenkens? Selbstkritische und kritische Alternativen zu theologisch-metaphysischer Erkenntnis, zum ’Willen zur Macht’ und zum 'Neo- Positivismus' und 'Neo-Liberalismus', zur allgegenwärtigen Ideologie des Bestehenden. „Als ein technologisches Universum ist die fortgeschrittene Industriegesellschaft ein politisches Universum ... die Erfahrung, Umgestaltung und Organisation der Natur als des bloßen Stoffs von Herrschaft ... Im Medium der Technik verschmelzen Kultur, Politik und Wirtschaft zu einem allgegenwärtigen System ... Technologische Rationalität ist zu politischer Rationalität geworden.“ Am Anfang seines Buches: 'Der eindimensionale Mensch' stellte Herbert Marcuse die Frage: „Dient nicht die Bedrohung durch eine atomare Katastrophe, die das Menschengeschlecht auslöschen könnte, ebensosehr dazu, gerade diejenigen Kräfte zu schützen, die diese Gefahr verewigen?“ Die Suche nach den Ursachen dieser möglichen Katastrophe wird durch die akuten Anstrengungen, diese Katastrophe zu verhindern, überschattet und verdrängt. Die Ursachen treten gegenüber der aktuellen Bedrohung von aussen zurück, und werden von der Öffentlichkeit nicht mehr gesucht oder angegriffen. Sind wir heute in einer ähnlichen Situation - mit dem Unterschied, dass die Bedrohung von aussen auch die durch eine absehbar gewordene globale ökologische Katastrophe ist? Realistische Dialektik und das Problem einer Verwirklichung der Philosophie. "Das, was ist, kann nicht wahr sein." Ist diese 'Verwirklichung der Philosophie, der Freiheit' eine völlig unrealistische Träumerei oder eine absolut akute Notwendigkeit?
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8.) Fundamental gegensätzliche und trotzdem parallele philosophische Sichtweisen auf die gegenwärtige technisch-industrielle Welt.
__Heideggers 'Ursprungsphilosophie'
_________________________________________Adornos 'Universaler Verblendungszusammenhang'
Hegel, Marx, Husserl, Heidegger, Adorno, Horkheimer, Marcuse - Edmund Husserls Phänomenologie steht methodisch in einem krassen Gegensatz zu den anderen hier genannten Denkern; dennoch kommt er zu vielen analogen Diagnosen über die gesellschaftliche und wissenschaftliche Krisis - auch gegenüber seinem Schüler Heidegger, der in seinem Selbstverständnis meinte, Husserls phänomenologisches Fahrwasser fortzuführen. Heidegger und Adorno standen sich sehr feindselig gegenüber - es gab eine im üblichen philosophischen Betrieb ungewöhnliche totale 'Kommunikationsverwei-gerung' zwischen diesen beiden herausragenden Philosophen des 20. Jahrhunderts. Woher kommen trotz ihrer teilweise diametral entgegengesetzter Sichtweisen die vielen Parallelen (etwa zwischen Gedanken in Adorno/Horkheimers 'Dialektik der Aufklärung' und in Heideggers 'Technikphilosophie')? Aus dem gemeinsamen Brennpunkt! Wenn ein Sachverhalt aus gegensätzlichen Perspektiven ähnlich erscheint, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Interpretationen auf realistischen Ebenen bewegen. Von der ’Produktion’ zur ’Reproduktion’: vom sich 'durchsetzenden Hersteller' zum 'gestellten Menschen' und zur 'gestellten Natur'. "Jeder Versuch, den Naturzwang zu brechen, indem Natur gebrochen wird, gerät nur um so tiefer in den Naturzwang hinein. So ist die Bahn der europäischen Zivilisation verlaufen. ... Unter der nivellierenden Herrschaft des Abstrakten, die alles in der Natur zum Wiederholbaren macht, und der Industrie, für die sie es zurichtet, wurden schließlich die Befreiten selbst zu jenem 'Trupp', den Hegel als das Resultat der Aufklärung bezeichnet hat."
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9.) ’Biomacht’, Verkehrs-, Medien- und Informationsflut in der digitalen Gesellschaft. Wohin führt uns die Technologie?
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Der gläserne Mensch. Die fortschreitende Technologisierung von Mensch und Welt durch Bio-, Verkehrs-, Medien- und Computertechnik als Entfremdung von den materiellen und existentiellen Grundlagen - als ’Entmaterialisierung der Welt'. Immer allgegenwärtiger sind wir von Medien, virtuellen Scheinrealitäten, techno- logischen Vernetzungen und allumfassenden informativen Manipulations- und Kontrollmechanismen umgeben. Einige beispielhafte gegenwärtige Schritte in die Gentechnik, maschinelle Spracherkennung, globale Vernetzungen etc. Abstrakte Kommunikation und digitale Gesellschaft. Zur Metamorphose der Welt und des Menschen durch Massenmedien. Worin liegen die Gefahren und Chancen?
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10.) Wirklichkeit und der 'Weltraumtraum'. Ökologie und Kosmologie. Versuch einer Skizze zu aktuellen physikalischen und astronomischen Grundfragen und Entwicklungen.
::______________:___James Web Space Telescope (JWST)
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Wo stehen wir am Beginn des 21. Jahrhunderts wirklich in unserem Verhältnis zur Welt - zur Erde und zum Weltraum? Welche Gefahren und Hoffnungen sind heute realistisch? Zahlreiche neue Geräte werden in den nächsten 5 Jahren unsere Blicktiefe in physikalische und astrophysikalische Bereiche extrem erweitern. Insbesondere der 27 Kilometer lange LHC (Large Hadron Collider) bei CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, Europäische Organisation für Kernforschung), der Protonen bei 99,9999991 % der Lichtgeschwindigkeit aufeinander prallen lässt und damit auch die grösste Maschine der Welt ist, wird uns wahrscheinlich sehr viel weiter bringen. Ebenso das Weltraumteleskop JWST (James Webb Space Telescope), welches im Jahr 2014 gestartet werden soll und eine hundertfach höhere Auflösung als das bisherige Hubble-Weltraumteleskop haben wird. Und zahlreiche weitere Instrumente: wie z. B. die in Chile aufgebaute europäische Südsternwarte: 'Cerro Paranal' mit den vier 8.2 m VLT Teleskopen und ihrer Interferometrieanlage - die augenblicklich weltweit grösste Anlage, welche im optischen Bereich arbeitet. Wir müssen nicht weniger, sondern viel mehr Grundlagenforschungen betreiben, denn bisher hat sich in der Geschichte immer gezeigt, dass neue Erkenntnisse äusserst wichtige Horizonterweiterungen ermöglichen und fast immer effektive und praktikable Anwendungsmöglichkeiten. Welche realistischen Möglichkeiten haben wir, wo liegen unsere Grenzen?
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11.) Sein und Schein. Überlebensstrategien, Lebensstile, Assoziationen, Konkurrenzen, "Schäume" oder Träume?
Menschenbilder in unserer Zeit. Ist es die Aufgabe der ’Vernunft’, den ’Willen zur Macht’ durchzusetzen oder die ’Kunst des Lebens’ zu befördern? Leben wir wirklich in der Epoche eines ’Eindimensionalen Menschen’ oder könnte oder sollte ’jeder Mensch ein Künstler’ sein? Wie ist eine realistische Kritik der Zivilisationsproblematik möglich? In welche Richtungen könnten wir gehen, um zuerst die akuten lebensbedrohlichen Gefahren abzuwenden - als Absprungbasis für eine menschlichere, gerechtere und vernünftige Gestaltung der Welt, für eine 'Verwirklichung der Freiheit' - eine 'Verwirklichung der Philosophie' ?
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12.) "Der Mensch spielt": Kampf-, Sport-, Musik-, Schau-, Kunst-, Garten- und Lebensspiele.
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"Der Grieche kannte und empfand die Schrecken und Entsetzlichkeiten des Daseins: um überhaupt leben zu können, mußte er vor sie hin die glänzende Traumgeburt der Olympischen stellen." Der Mensch versucht zu leben und zu überleben. „Die Menschen haben nie, auch nicht die sogenannten Primitiven, so gelebt, daß sie sich ausschließlich um ihre Bedürfnisse gekümmert haben. Sie lebten ’geistig’: mythologisch, religiös, künstlerisch - wie auch immer. Und die Philosophie ist dann hinsichtlich ihrer Sache verständlich, wenn es zu zeigen gelingt, was es Neues gibt, wenn diese Gestalt des Geistes historisch hervortritt". Mythos, Religion, Kunst, Philosophie und auch Spiele sind geistige Gestalten: vom Ritus zur Musik, zum Drama, zur idealisierten Landschaft, zur Kunst, zur Lebenskunst - zum Foto, zum Film, zum Bildschirm, zum virtuellen Schein. ’Freizeit’ von Schach, Bridge, Klassik, Jazz, Rap etc. bis zum totalen Fernsehen, Computerspiel, Sport und Extremsport.
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13.) Kubismus, Schwarzes Quadrat, Fundstücke, Soziale Plastik, aktive Kunstvermittlung. Die Kunst des 20. Jahrhunderts als Versuch einer 'Verwirklichung der Freiheit' ?
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Bereits im 19. Jahrhundert ging die Kunst teilweise völlig neuartige Wege. Nach der 'Urkatastrophe' des 20. Jahrhunderts (1914-18) wollten viele Menschen in fast allen möglichen Bereichen vieles neu und ganz anders machen. Schon als die Katastrophe ihre Schatten vorauswarf (1913), gab es zwei ultimative Entwicklungen: Kasimir Malewitsch trieb in Wladiwostock die Kunst mit seinem 'Schwarzen Quadrat' zur 'ultimativen Abstraktion', und Marcel Duchamp zielte auf der anderen Seite der Welt, in New York, mit seinen im Museum ausgestellten 'Fundstücken' auf 'ultimative Konkretion'. Damit waren zwei fundamentale Strömungen der Kunst des 20, Jahrhunderts bereits an ihrem Anfang in äusserster Radikalität ausgereitzt. Im Anschluss erweiterte Joseph Beuys’ 'Soziale Plastik' die künstlerischen Wirkungsfelder in einem ganzheitlichen Sinne - ebenso Bazon Brock’s tiefgründige, kritisch-theoretische, philosophisch-historisch und soziologisch argumentierende 'aktive Kunstvermittlung'.
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14.) Mozart meets Pink Floyd, Musik als 'Seinserfahrung', als menschliche Geistesgestalt - als Ausdrucksversuch 'kosmischer Prinzipien'. "Methode ist Rhythmus ... Die Algeber ist die Poesie".
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Richard Wagner stimmte Goethe zu, indem er sagte, dass das "ungeheuerste Genie Mozart über alle Meister aller Künste und aller Jahrhunderte erhob". Mozart lässt einen Hauch 'kosmischer Prinzipien' spüren - in einer wirklich freien Gesellschaft jedoch hätten nicht nur vereinzelte Genies, sondern alle Menschen unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten. "Methode ist Rhythmus. Hat man den Rhythmus der Welt weg - so hat man auch die Welt weg. ... Die Algeber ist die Poesie". Novalis meint hier die Algebra, die Mathematik. Mathematische Strukturverhältnisse modellieren mindestens seit dem Urknall (vor etwa 13,7 Milliarden Jahren) die im Universum ablaufenden Prozesse, lange bevor die Erde oder der Mensch existierten und diese erkannte. Pythagoras galt in der Antike als Begründer der musikalischen Zahlenlehre, der mathematischen Analyse der Musik. Die Längenverhältnisse schwingender Seiten erzeugten harmonische Intervalle in einfachen Zahlenverhältnissen. Harmonien, Melodien, Rhythmen, Tanz versuchen, 'kosmische Prinzipien' auszudrücken. Viel später, in der abendländischen Klassik, begann (ihre grundsätzliche Definition einer vollendeten Einheit aus Inhalt und Form etwas überschreitend) ein 'Aufbruch' von der 'Absoluten Musik', von abstrakt-rationalen und mathematisch-architektonischen Formprinzipien, zu romantisch-existentieller 'Programmmusik'. Auch im 20. Jahrhundert sind vielfältigste neue Musikstile entstanden - vor allem durch ausschnitthafte Rekombinationen mit intensivierten, neuen rhythmischen Elementen und Instrumenten. Neben der Avantgarde überleben klassische und romantische Elemente bis heute auch in der Filmmusik. Der ewige Traum von der 'kosmischen Harmonie': vom 'Rufen' zum 'Baumschlagen', über 'Schwirrhölzer' zu Flöten, zum Gruppenspiel, zu Orchestern, Orgeln, Synthesizern, Computern usw. Von Bach über Mozart, Beethoven, Wagner, Sibelius und viele andere Musiker bis zum Blues, Jazz, Beat, Rock - und zu klassisch-avantgardistischen Synthesen wie z. B. die von Pink Floyd.
Mozart: Andante grazioso in A - Dur (KV 331)
Pink Floyd: Atom Heart Mother
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Über mich
- Falko Konrad
- „Jeder Versuch, den Naturzwang zu brechen, indem Natur gebrochen wird, gerät nur um so tiefer in den Naturzwang hinein.“ Seit langer Zeit versuche ich, politisch-philosophisch gegen die Selbstzerstörung unserer Zivilisation zu agieren und auch täglich zum Augenblicke sagen zu können: „Verweile doch! du bist so schön!" Nur durch intensive Erfahrung sind Menschen und Realitäten fassbar, zeigte mein Austauschjahr in Kalifornien. Der immense Technikfortschritt und barbarische Politikrückschritt liessen mich (statt Mathematik, Physik, Astrophysik etc.) Philosophie, Politik, Psychologie, Amerikanistik, Kunst studieren. Anders als die Schule liebte ich die damals 'freiere' Universität Berlin. Bis heute bin ich dort leidenschaftlich tätig. Seit 76 befasse ich mich mit Computerprogrammierung, später mit MIDI, Grafikprogrammen, Spracherkennung usw. Kreierte Aufsätze, Vorträge, Musik, Kunst, Videokunst, organisierte Ausstellungen, bin mehr als 30 Jahre gesegelt, liebe Natur und Abenteuer, lebte zeitweise auf dem Lande (ökolog. Landbau) und versuche jetzt, zwei allgemeinverständliche, spannend lesbare politisch-philosophische Bücher zu schreiben: Philosophie ist "ihre Zeit in Gedanken erfaßt".